Pressearchiv

Die Hilfe nicht weiter verbürokratisieren

Veröffentlicht in Presse

Gespräch: Harald Daßler

Heute öffnet in der Gröditzer Fröbelstraße eine Tafel, die vom Arbeiter-Samariter-Bund-Ortsverband Riesa e.V. betrieben wird. SZ befragte dazu den Sprecher des Verbandes Dieter Schuster.

Wer kann zur Tafel in Gröditz kommen?
Grundsätzlich alle Bedürftigen der Stadt Gröditz.

Wie sichern Sie, dass die wirklich Bedürftigen in den Genuss der Tafel kommen?
Bisher haben wir über 100 so genannte Tafelausweise ausgegeben. Nur damit können die Leute bei uns Lebensmittel erhalten. Je nachdem, was wir da haben, werden wir die Lebensmittel verteilen.

Wer bekommt einen solchen Tafelausweis?
Die Vorlage des Hartz IV-Bescheides und eines Personalausweises reicht aus. Wir wollen das Verfahren nicht verbüroakratisieren. Die Betroffenen haben ja schon genug Sorgen.

Wer hilft dem ASB, um die Tafel in Gröditz betreiben zu können?
Beim Einrichten der Räumlichkeiten konnten wir auf die Unterstützung vieler Unternehmen der Region bauen. Deshalb möchte ich mich hier vor allem bei der Wohnungsgenossenschaft Gröditz, der Hoch- und Ausbau GmbH Gröditz sowie der Dienstleistungs- und Handelsgesellschaft bedanken. Ebenso haben uns die Firma Wendt, die die Sanitäranlagen installierte, und die Elektroinstallationsfirma Ackermann unterstützt. Um die Tafel in Gröditz betreiben zu können, helfen uns die hiesigen Einzelhandelsmärkte Lidl und Rewe sowie die Großbäckerei Raddatz. Unterstützung erhalten wir auch von der Dresdner Tafel, die es seit einiger Zeit gibt.

Reicht das aus?
Natürlich würden wir uns sehr darüber freuen wenn unsere Tafel weitere Unterstützung bekäme. Mit der Tafel haben wir alle Voraussetzung geschaffen, um unserem Anliegen entsprechend Hilfe zu leisten. Übrigens haben auch die Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes Riesa einen Beitrag geleistet, indem sie die Komma-Beträge ihres monatlichen Netto-Gehaltes spendeten.

Wann hat die Gröditzer Tafel geöffnet?
Ab heute ist die Tafel an jedem Freitag in der Zeit von 12 bis 14 Uhr geöffnet.

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Freitag, 4. November 2005