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Schüler spenden Lohn

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Gröditz. „Endlich können wir durch unsere eigene Arbeit konkrete Hilfe und Unterstützung für Kinder und Jugendliche leisten, die ein anderes Leben führen müssen“, sagen Alexa Widule und Andre Thiele, Schüler der Mittelschule Gröditz. Die anderen Mädchen und Jungen der Klasse 9d stimmen dem zu. Fast alle Schüler der Gröditzer 9. Klassen nahmen deshalb am sachsenweiten sozialen Tag.


Der soziale Tag ist keine neue Erfindung. Er wurde in der Vergangenheit in anderen Bundesländern durchgeführt. 2006 soll das Projekt bundesweit gestartet werden. Was verbirgt sich hinter dieser Aktion? Schülerinnen und Schüler gehen einen Tag nicht zur Schule, sondern arbeiten. Sie spenden ihren Lohn an das Jugend- und Bildungsprojekt Schüler Helfen Leben. Konkret werden somit Gelder bereitgestellt, um zum Beispiel Schulprojekte für verarmte Romakinder in Skopje/Mazedonien zu finanzieren. Der Einsatz eines mobilen Schulbusses soll damit Realität werden und dazu beitragen, die Kinder zu lebenswichtigen Schulabschlüssen zu führen.
Viele in Gröditz ansässige Firmen und Betriebe stellten ohne bürokratische Hürden Arbeitsplätze mit entsprechender Bezahlung für diesen besonderen Schultag zur Verfügung. So arbeiteten die Jugendlichen bei Henry Wendt und Freitag Computer. Ebenso stellten die Stadtverwaltung Gröditz, das Pflegeheim, die Röder-Apotheke, die Kulturstätte, das Technik-Eck, der Gröditzer Hoch- und Ausbau, der Gartenbau Gambke, der Reiterhof Grafe, das Autohaus Gehre, die Bäckerei Raddatz und die Wohnungsgenossenschaft Gröditz Schüler ein, um diesen sozialen Tag zu einem Erfolg werden zu lassen. Die Schmiedewerke in Gröditz erhöhten den Tageslohn auf Grund des Engagements und des vorbildlichen Arbeitens der Jugendlichen sogar von 60 Euro auf 100 Euro pro Schüler. Bleibt zu hoffen, dass die geplante bundesweite
Aktion im Jahr 2006 auf ebenso breite Resonanz stößt bei den Jugendlichen wie auch bei den Arbeitgebern. (rb)

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Donnerstag, 21. Juli 2005