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Leserbrief - Zu den Fischen mit der Bäckertüte

Veröffentlicht in Presse

Gudrun Kracht schreibt über einen Besuch des Sealife in Dresden:

Mutter guck mal, in Deinen Gutschein passen drei Brötchen.“ Das waren die Worte, die einen interessanten Wochenendausflug folgen ließen. Bisher seit Monaten unbeachtet in der bunten Tüte trug ich meine Bäckerbrötchen nach Hause. Mit einem Seepferdchen als Werbeträger versehen und „Sea life“, das sagte mir nichts. Aber es steckt eine sehr interessante Aktion dahinter.

Die Bäckerei Raddatz verpackt in diesen Gutscheintüten ihre Backwaren. Der Besucher der Dresdener Ausstellung „Sea life“ gibt beim Lösen seiner Eintrittskarte die Tüte ab und erhält tatsächlich einen Rabatt von 30 Prozent. Sogar bei Ebay sollen nach Aussagen einer Mitarbeiterin der Geschäftsleitung schon Gutscheine versteigert worden sein.
Der Ausstellungspavillon befindet sich vor dem Hygienemuseum. Staunende Kinderaugen sind der Lohn für Eltern und Großeltern. An jedem Becken erklärt eine junge Mitarbeiterin den Besuchern den Fischbesatz. Die Tiere kommen so nah an die Scheibe des Beckens, dass man meinen möchte, sie wollten Kontakt. Wie fühlt sich ein Hai an? Das ist doch verlockend. Am Rochenbecken sind eigens dafür drei Demokästen mit Fischhäuten angebracht. Ins Becken greifen darf man hier nicht. Dafür ist das Berührungsbecken im Nebenraum besetzt mit Seepferdchen und allerlei kleinen Fischen.
Den Abschluss durch die Unterwasserwelt unserer Ozeane bildet der Unterwassertunnel. Bis zu zwei Meter lange Fische können hier bestaunt werden. Die Wassertemperatur wird durch einen biologischen Kreislauf bei 14 bis 15 Grad gehalten. Greenpeace arbeitet mit dem Aussteller zusammen. Keine vom Aussterben bedrohten Tiere dürfen gezeigt werden und auch nur artgerechte Baumaterialien finden Verwendung. Gerade jetzt, da die Ferien beginnen, kann ein Ausflug in die Unterwasserwelt ein beeindruckendes Erlebnis werden.

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Mittwoch, 20. Juli 2005