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Neue Produktionshalle in Betrieb genommen

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Seit dieser Woche laufen die Maschinen in der neuen Produktionshalle der Bäckerei Raddatz GmbH in Gröditz. Mit der modernen Technik könnten mindestens doppelt so viele Feinbackwaren wie bisher produziert werden.

Prokurist Christoph Raddatz erklärt: "Mehr als 40 verschiedene Produkte, von Croissants bis zu Schlemmerwürstchen, können jetzt an einer Feingebäcklinie gefertigt werden. Zuvor waren viele kleine Maschinen für die Teiglingsproduktion nötig."

Insgesamt 4,5 Millionen Euro hat die Bäckerei in die neue Produktionshalle, die wenige Meter vom angestammten Firmengebäude steht, investiert. Am Bau waren überwiegend Firmen aus der Region beteiligt, sagt Christoph Raddatz.

Auch die Rohstoffe für die Backwaren bezieht er aus Sachsen. Das Mehl zum Beispiel kommt aus Neumühle-Skassa. "Wir sind keine Industriebäckerei, eher eine Back-Manufaktur", betont Raddatz. "Alle Rohstoffe kaufen wir einzeln ein und fügen sie bei uns nach entsprechender Rezeptur zusammen." Die Familie Raddatz erwarb die Halle und das dazugehörige rund 12000 Quadratmeter große Grundstück aus einer Versteigerung und integrierte die Produktionsstätte in das vorhandene Gebäude. So entstand eine Halle in der Halle. Mit der Erweiterung der Firma werden insgesamt 16 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Bäckerei sucht aber noch geeignete Lehrlinge, die ab August im Unternehmen anfangen könnten.

Pro Tag werden in zwei Schichten bis zu 20000 Schlemmerwürstchen hergestellt, heruntergekühlt und verpackt ins Lager gebracht. "Bei weniger aufwendigen Produkten sind es bis zu 50000 Stück", so Raddatz. Innerhalb einer Woche werden die vorgefertigten Teile dann in die Filialen ausgeliefert, dort frisch gebacken und verkauft. Das Unternehmen beliefert über 90 Filialen, in einem Umkreis von etwa 80 Kilometer vom Stammhaus.

Christoph Raddatz stellt gemeinsam mit Bäcker Oliver Kojda und Produktionshelfer Eric Reinhardt die Maschine ein. Gestern startete in der neuen Produktionshalle der Gröditzer Bäckerei Raddatz die Fertigung der Schlemmerwürstchen. Rezeptur und Füllung wurden selbst kreiert. Die Würstchen im Teigmantel werden gekühlt, verpackt und in den Filialen gebacken.



Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Donnerstag, 6. Mai 2010