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8. Ausbildungsmarkt in Großenhain bietet Informationen rund um die Berufswahl

Von Annett Liebe


Tina Broßmann von der Gröditzer Großbäckerei Raddatz hat frische Brötchen mitgebracht und eine mehrstöckige Hochzeitstorte aufgebaut. Die Backwaren sind sowohl Anschauungsmaterial als auch zum Aufessen. Denn Berufsberatung der praktischen Art war gestern Nachmittag angesagt, als zum achten Mal der "Ausbildungsmarkt" im Alberttreff seine Pforten öffnete.
Gekommen waren über 30 Firmen, Handwerker, Institutionen und Ausbildungszentren, um sich den Fragen von Schülern und Eltern zu stellen. Ob Polizei, Banken, die Technische Universität Dresden, das Kreiskrankenhaus Riesa-Großenhain, verschiedene Berufsschulen oder Berufsverbände - die Jugendlichen konnten mit Meistern, Fachleuten, Auszubildenden und Lehrern ins Gespräch kommen. Zum Beispiel mit den Leuten von der Deutschen Post. Der klassische Post-Beruf ist natürlich der des Zustellers und Schalterangestellten, Fachkraft für Brief- und Fernverkehr genannt. "Aber wir bilden auch Informatiker, Einzelhandelskaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation und sogar Diplombetriebswirte aus", zählt Angelika Domaschke auf.
Über Bewerbermangel kann das Unternehmen nicht klagen. In den Spitzenzeiten November bis Februar kommen bis zu einhundert Bewerbungen täglich in der Dresdner Zentrale an, sagt Angelika Domaschke. Trotzdem lässt es sich die Post nicht nehmen, beim Ausstellungsmarkt präsent zu sein. Organisiert haben diesen die Mitarbeiter des CDU-Landtagsabgeordneten Horst Rasch. Den Markt auf die Beine zu stellen, bedeutet, ab Januar zu telefonieren und viele Firmen zu überreden. "Gerade Handwerker brauchen mit Lehrstellen nicht hausieren zu gehen. Deshalb freue ich mich um so mehr, dass viele trotzdem gekommen sind", sagt Horst Rasch. Auch die professionelle Qualität angesichts der vielen Schautafeln, Bildschirme und Gerätschaften freut ihn. Besonders engagiert haben sich die Bezirksschornsteinfeger. Sie haben einen Gas-Wasserbereiter aufgebaut und verschiedene Messinstrumente angeschlossen. Der Beruf des Schornsteinfegers hat sich wie kein anderer gewandelt. "Wir kehren heute seltener Essen, dafür sind wir die Kontrolleure für Feuerstätten aller Art", erklärt Matthias Kirsten, der Schornsteinfegemeister für Riesa- Gröba, und erklärt einem Schüler die endoskopische Begutachtung einer Heizung.
Die Anschaulichkeit ist es, die begeistert. "Bei den Polizisten war es sehr interessant", sagt Steffen Weinert, Achtklässler aus Frauenhain. Er ist mit seinen Eltern gekommen, um sich "mal ein bisschen zu informieren". Koch und Einzelhändler stehen auf seiner Wunschliste. Während Steffen Weinert noch etwas Zeit hat, machen sich Janine Küttner, Anne Hänsel und Virginie Ladkau schon ernsthafte Gedanken. Die Gymnasiastinnen waren bei den Studienberatern der TU Dresden und haben sich nach Architektur-, Chemie- und Biologiestudium erkundigt. Mit Broschüren unter dem Arm stehen sie am Ausgang. Virginie Ladkau ist zufrieden: "Das so etwas hier veranstaltet wird, finde ich gut. Bisher hatte ich keine richtige Orientierung."

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Dienstag, 16. April 2002 

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